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Global denken - lokal handeln!

Smartes Netzwerken und clever forschen

Im Frühjahr 2019 erhielten drei Innovationsvorhaben aus dem Erzgebirge die Förderzusage durch den Bund. Darunter SmartERZ, das branchenübergreifendes Bündnis zur Entwicklung von Materialien, die mehr können. Sogenannte Smart Composites werden zukünftig Alltagsgegenständen Funktionen verleihen, die bisher als „internet of things“ nur erahnt werden können. Um diese zu entwickeln ist Materialkenntnis, Know-how in der Fertigung und viel Forschungsarbeit erforderlich. Eine ideale Spielwiese für die anwendungsorientierten Branchenexperten aus dem Erzgebirge und Forschungseinrichtungen aus der Region. Über 160 Netzwerker aus Unternehmen, regionaler Forschung und Gesellschaft haben sich zusammengefunden und starten mit ersten Konzeptideen. Mit SmartHydro wird deutlich, welches Potential in dem Vorhaben steckt. Dafür sprechen wir mit Martin Dietze, Geschäftsführer der Gebrüder Ficker GmbH aus Marienberg, der gemeinsam mit drei Projektpartnern ein intelligentes Tankträgersystem für Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb entwickelt.

 

 

 Foto: Kristin Schmidt


Herr Dietze wie kommt man als erzgebirgischer Werkzeugbauer auf die Idee, Lösungen für den Fahrzeugantrieb der Zukunft zu suchen?

Schon seit Längerem beschäftigen wir uns mit der Verarbeitung von neuartigen Leichtbauwerkstoffen, welche in Zukunft eine wichtige Rolle im Mobilitätsbereich spielen werden. Diese Werkstoffe wollen wir zusammen mit unseren Projektpartnern mit zusätzlicher Sensorik ausstatten, um deren Zustand zu überwachen. Die Verbindung aus leichtem Werkstoff und funktionsintegrierten Sensoren eröffnet die Möglichkeit, diese in sensible Bereiche von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen einzusetzen. Die Idee liegt auf der Hand, man möchte ein möglichst leichtes Fahrzeug, welches eine Rückmeldung über die intakte Funktion gewisser Baugruppen gibt, um ideale Voraussetzungen für den sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten.


Wie profitieren Sie als Unternehmen von Netzwerken wie SmartERZ? 

Als mittelständisches Unternehmen ist es kaum möglich eine eigene reine Forschungs- und Entwicklungsabteilung aufzubauen. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen wir jedoch immer einen Schritt voraus sein. Dies gelingt uns durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, um die Zukunftstrends rechtzeitig zu erkennen und an deren Entwicklung zu partizipiere


Welche Chancen sehen Sie in der Netzwerkarbeit für das Erzgebirge? Würden Sie anderen Unternehmern raten, hier aktiv zu werden?

Ja! Die Vernetzung in der eigenen Region ist für uns ein großer Wunsch. Unsere Produkte sind weltweit im Einsatz und wir arbeiten mit Unternehmen aus ganz Europa zusammen. Global zu denken, jedoch lokal zu handeln ist eine Einstellung, welche nicht nur von uns favorisiert wird und für den Standort enorm wichtig ist. Genau aus diesem Grund unterstützen wir den Netzwerkgedanken, um mit verschiedenen Unternehmen in Kontakt zu treten und Projekte voranzutreiben.


Welchen Beitrag leisten Ihrer Meinung nach Projekte wie SmartHydro für die zukünftige Entwicklung der Region?

SmartHydro und ähnliche Projekte machen die Region auf wirtschaftlicher und technologischer Ebene als innovativen Technologiestandort sichtbar, so dass neben Welterbe und Tradition auch Zukunftsthemen im Erzgebirge großgeschrieben werden.

Herzlichen Dank für das Interview

Das Interview wurde für das Öffnet externen Link in neuem FensterMagazin Chemnitz Inside geführt und dort veröffentlicht.

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